Exklusiv
Der Online-Auftritt von if präsentiert alle Beiträge der jeweiligen Printausgaben. Zugleich erscheinen hier regelmäßig exklusive Beiträge, die weitere Aspekte von Themen aus den Printausgaben aufgreifen. Vor allem aber bieten wir hier unseren Lesern die Möglichkeit, Meinungen und Anregungen zur Zeitschrift oder zu Themen der Inneren Führung zu geben. Wir wünschen uns ein Forum zur dialogischen Auseinandersetzung, deren Essenz in den Printausgaben aufgenommen werden soll.
Der Auftakt zur ersten deutschen Republik war von Gewalt überschattet. Die Nachkriegszeit des Ersten Weltkrieges wurde durch bürgerkriegsartige Verhältnisse abgelöst. An der deutschen Ostgrenze, deren Verlauf zu diesem Zeitpunkt noch vollständig in der Schwebe hing, schwelten gleichzeitig Auseinandersetzungen, die einem latentem Kriegszustand nahekamen. Viele Probleme der jungen Republik beruhten auf Hypotheken, die ihr die Militärführung überlassen hatte.
Der Guerilla- und Partisanenkrieg ist schon lange das Mittel der politisch Schwachen. Da sie mittels regulärer Kriegsführung zu scheitern glauben, setzen Guerillas auf Hinterhalte, Überfälle, Sabotage und das Überraschungsmoment. In Anbetracht der Befreiung der Geisel Íngrid Betancourt legt der Autor Lutz Mäurer die geschichtlichen Hintergründe des Guerilla- und Partisanenkriegs dar und hinterfragt ob diese Taktik auch das 21. Jahrhundert prägen wird.
Im November 1918 kam die Wilhelminische Zeit unerwartet zu einem Ende. Beginnend bei der anhaltenden Zuversicht der Deutschen den vierjährigen Stellungskrieg noch gewinnen zu können, über zu den ersten Spannungen in der Truppe, dem zunehmenden Elend und den wachsenden Forderungen der Zivilbevölkerung, bis hin zur Abdankung Wilhelm II. legt Patrick Schweitzer die Ereignisse der Jahre 1915-1918 dar.
Bei einem Feuergefecht im Zentrum von Bagdad sind am 16. September des vergangenen Jahres 17 irakische Zivilisten ums Leben gekommen. Angestellten des amerikanischen Sicherheitsunternehmens Blackwater sollen die Schüsse abgegeben haben.
Die Verankerung von Notstandgesetzen im Grundgesetz im Mai 1968 sorgt in Deutschland für einen Sturm der Entrüstung. Es gibt heftige Proteste der Außerparlamentarischen Opposition. Nach dem Attentat auf den Studenten Rudi Dutschke eskaliert die Lage und es kommt zu gewaltsamen Protesten. Viele sehen das Ende der Demokratie gekommen und befürchten Zustände wie bei der Machtergreifung Hitlers. Dabei gibt es hohe Auflagen bis eventuelle Einschränkungen der bürgerlichen Grundrechte in die Tat umgesetzt werden können.
Vor 15 Jahren endete die erste Auslandsmission der Bundeswehr in Kambodscha. Sollten die deutschen Sanitätssoldaten zunächst ausschließlich die vor Ort stationierten UN-Soldaten behandeln, wurde die Versorgung der Zivilbevölkerung bald zum Schwerpunkt ihres Einsatzes. Für viele der damals beteiligten Soldaten ist der Kambodscha-Einsatz noch heute eine besondere Erfahrung.
„Kommt nun die Zeit der deutschen Opfer?“, fragte der „Stern“ vor einiger Zeit. Und tatsächlich: Was in den vergangenen Jahren über den Zweiten Weltkrieg geschrieben und gesendet wurde, hatte oft das Leid der Deutschen zum Thema. Gerade erst zeigte das ZDF einen aufwändig produzierten, zweiteiligen Spielfilm über den Untergang des Füchtlingsschiffs „Wilhelm Gustloff“. Die Einschaltquoten waren bestens.
In den Reihen des Heeres, das am Morgen des 22. Juni 1941 die Grenze zur Sowjetunion überschritt und Osteuropa mit einem Vernichtungskrieg von bis dato unbekannter Dimension überzog, marschierten nicht nur Deutsche. Rumänen, Ungarn und Finnen und waren von Anfang Teil des „Unternehmens Barbarossa“. Später kamen italienische und spanische Divisionen, Freiwillige aus Frankreich, Belgien, Holland und Skandinavien sowie osteuropäische Verbände bestehend aus Russen, Weißrussen, Ukrainer und Balten hinzu. Hitlers Heer im Osten war international.
„Und nun steckt Europa in Brand!“ Mit dieser Aufforderung gab Großbritanniens Premier Winston Churchill im Juli 1940 den Startschuss für die Gründung des britischen Geheimdienstes Special Operation Exekutive (SOE). Die Historikerin Monika Siedentopf schildert in ihrer spannenden Darstellung „Absprung über Feindesland“ die Einsätze weiblicher SOE-Agenten.
Im Laufe seines 60jährigen Bestehens war der Staat Israel fortwährend gezwungen, Kriege zu führen, um die Angriffe seiner arabischen Nachbarn abzuwehren. Doch waren diese Kriege nur einzelne Höhepunkte in einem andauernden arabisch-israelischen Krieg, denn auch in den Zeiten des Waffenstillstandes hatten die Waffen nie wirklich geschwiegen.
„Not kennt kein Gebot!“ verkündet am 4. August 1914 Reichskanzler Theobald von Bethmann-Hollweg den zu historischer Stunde im Reichstag versammelten Abgeordneten. Deutsche Truppen haben da bereits Luxemburg besetzt und stehen unmittelbar davor, auch das Gebiet des neutralen Belgiens zu betreten. Verwunderung löst in der nationalen Hochstimmung nur die Beteuerung des Reichskanzlers aus, dass dies alles ausdrücklich im Widerspruch zu den Geboten des Völkerrechts stehe. Eine Wiedergutmachung soll aber erfolgen, sobald das militärische Ziel erreicht ist.
Antisemitische Einstellungen sind in Deutschland nach wie vor erschreckend weit verbreitet. In einer Studie der Uni Leipzig vom Mai/ Juni 2006 waren 17,8 Prozent der Befragten in Ost und West der Meinung: „Auch heute noch ist der Einfluss der Juden zu groß.“
„Europa gelingt nur gemeinsam!“ Von jenem Sehnsuchtsziel der deutschen EU –Ratspräsidentschaft ist Europa noch weit entfernt. Das gilt vor allem für die Lösung interner Konflikte, gilt erst recht für den Umgang mit europäischen Krisenregionen wie in Südosteuropa. Knapp und treffend ausgedrückt: es fehlt ein europäisches Krisenmanagement. Zu diesem Ergebnis kommt Erhard Busek in seinem leidenschaftlichen Plädoyer für eine handlungsfähige EU. Sein Fazit: „Südosteuropa ist für die EU ein ungeheurer Lernprozess.“
Edward Bernays wusste es bereits 1928. Öffentlichkeitsarbeit oder auch Public Relations genannt ist enorm wichtig, um Firmen und Organisationen in ein gutes Licht zu rücken. Dies gelte, so der Autor vor allem in demokratischen Regierungsformen. Jetzt erschien die deutsche Übersetzung zu seinem Klassiker „Propaganda“ im Orange Press Verlag.
„Waren die Flächenangriffe der Alliierten gegen deutsche und japanische Städte ein moralisches Verbrechen?“, heißt es in der Einleitung des Buches „Die toten Städte“ von Anthony C. Grayling. Eine Frage, die wie der Autor treffend beschreibt, „eine der bedeutendsten noch ungelösten Kontroversen über den Zweiten Weltkrieg“ umreißt. Nun meldet sich mit Grayling ein renommierter englischer Philosoph zu Wort.
Mitteleuropaplanungen und -konzepte, wirtschaftlicher oder politischer Art, lassen sich in der deutschen Geschichte bereits seit den 1840er-Jahren finden. Jede dieser Planungen hat ihren Schwerpunkt, von der „kleindeutschen Lösung“ des Deutschen Reiches bis hin zur „Großraumwirtschaft“ des Nationalsozialismus. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges existieren zwei entgegengesetzte Modelle, die sich jeweils auf unterschiedliche Kriegsziele stützen. Dies macht ihre Analyse noch heute zu einem lohnenden Forschungsobjekt.
Auf dem EU-Gipfel im Juni einigten sich die Staats- und Regierungschefs der Union auf die Ausarbeitung eines „Reformvertrages“. Elmar Brok (MdEP) zeigt sich im Interview mit if optimistisch, dass dieser Grundlagenvertrag Europa handlungsfähiger machen wird.
Mitte 1917 zeichnet sich ab, dass der von Deutschland erklärte uneingeschränkte Ubootkrieg die Erwartungen nicht erfüllt. Die deutschen Uboote können die für Großbritannien lebenswichtigen Einfuhren über See nicht unterbinden. Statt die Briten in die Knie zu zwingen, hat die deutsche Seekriegsstrategie die Vereinigten Staaten auf den Plan gerufen. Seit dem Lusitania-Zwischenfall 1915 sind die Beziehungen zwischen Washington und Berlin ohnehin zum Zerreißen gespannt.
Die amerikanische National Security Strategy (NSS) vom September 2002 wurde unter dem Einfluss der Tragödie des 11. September 2001 konzipiert und sollte die USA auf die neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen vorbereiten. Zu den Hauptrichtlinien der Strategie der Administration von US-Präsident George W. Bush gehörten die Doktrin des Präventivkrieges und die Politik des so genannten regime change.