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Geschichte

if blickt auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück. Als „IFDT-Information für die Truppe“ begleitete die Zeitschrift für Innere Führung die Bundeswehr auf ihrem Weg von einer Armee der reinen Landesverteidigung zur Einsatzarmee des 21. Jahrhunderts.

Cover: IFDT 1/1956

Das erste Heft der IFDT (Quelle: IMZBw, if, Jan Krauß)Größere Abbildung anzeigen

Den Soldaten politisch bilden

Im August 1956 erschien die erste Ausgabe des Periodikums „Information für die Truppe“. Die Zeitschrift sollte damals in erster Linie Kommandeuren und Kompaniechefs „Material zur eigenen Information“ und praktikable didaktische und methodische Hilfen zur „Vorbereitung auf den staatsbürgerlichen Unterricht“ geben. Die heutige if ist damit die älteste Zeitschrift der Bundeswehr und zugleich eine der ältesten Zeitschriften der Bundesrepublik überhaupt.

Die Zeitschrift dokumentierte mit ihrem spröden Layout und dem Verzicht auf jegliche optische Attraktivität den Anspruch, lediglich Informationen anbieten und das Urteil des Lesers nicht beeinflussen zu wollen. Die Titelgestaltung mit drei pastellfarbenen, nach links weisenden Keilen konnte jedoch als abstrakte Symbolik für den ideologischen Angriff auf den Westen aufgefasst werden. Mit verändertem Titelblatt – ein konturierter Soldat in „Rührt euch“-Stellung symbolisierte den Staatsbürger in Uniform – erschienen im darauf folgenden Jahr 15 Ausgaben der Zeitschrift, deren kritische Reflexion der deutschen Militärgeschichte den Zeitgenossen nicht immer zusagte.

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Heftcovers von 1957 und 1958

IFDT von 1957 und 1958 (Quelle: IMZBw, if, Jan Krauß)Größere Abbildung anzeigen

Im Kampf der Ideologien

Mit der Ausgabe 1/1958 ging die „Information für die Truppe“ zu zurückhaltender Farbgestaltung über. Im Erscheinungsrhythmus etablierte sie sich bis 1961 als Monatsschrift und wurde bis auf Kompanieebene verteilt. „Unbedingte Neutralität“ war weiterhin Richtschnur des Redaktionsprogramms.

Dennoch rückte zunehmend der Grundgedanke in den Vordergrund, dass die Bundesrepublik Deutschland ihren Bürgern mehr Freiheit, Rechtssicherheit und Wohlstand biete als der andere, sozialistische deutsche Staat. Dieser ideelle Ansatz mündete ab 1961 in das „Thema des Monats“, welches Grundfragen der staatsbürgerlichen Bildung, wie etwa Westintegration, Gesellschaftsordnungen in Ost und West oder die Teilung Deutschlands, methodisch übersichtlich so anschaulich wie möglich präsentierte.

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Heftcovers der IFDT

Hefte aus den Jahren 1973, 1996 und 2001 (Quelle: IMZBw, if, Jan Krauß)Größere Abbildung anzeigen

Sprung zur politischen Zeitschrift

Das Jahr 1973 brachte der „Information für die Truppe“, bereits damals im Selbstverständnis „eine Art Mitarbeiterzeitschrift“, den endgültigen Übergang zur „gehobenen politischen Zeitschrift“. Im äußeren Erscheinungsbild schlug sich dies in einer Neugestaltung mit durchgängig farbigem Titelbild nieder. Die wichtigsten Beiträge waren nun Nachdrucke aus Büchern oder anderen Zeitschriften.

In welchem Maße die Zeitschrift auch wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatten spiegelte, zeigt ihre Berichterstattung zu der militärgeschichtlichen Aufarbeitung der Rolle der Wehrmacht im nationalsozialistischen Deutschland in den 70er- und 80er-Jahren. All diese Debatten berücksichtigte dann die erste „Konzeption Truppeninformation“, wie sie im VM-Blatt von 1988 niedergelegt wurde. Darin wurde die IFDT auch erstmals als „Führungsmittel des Generalinspekteurs“ ausgewiesen.

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Neuorientierung nach der Wende

Die 90er-Jahre brachten nicht nur weltpolitische Umwälzungen, sondern bescherten auch den Medien der Truppeninformation der Bundeswehr eine Umorientierung. Mit der Ausgabe 1/91 erschien die IFDT (so der neue Titel) als „Zeitschrift für Innere Führung“ in geändertem Format, mit neuem Schriftzug und Bundeswehr-Logo auf den Umschlagseiten. Die Inhaltsstruktur folgte Grundsätzen, die bereits Wege zum militärischen Magazinjournalismus des 21. Jahrhunderts vorzeichnete.

In den Ausgaben der nächsten Jahre spiegelte sich dann die erste einschneidende Reformphase, die die Bundeswehr seit ihrer Aufstellung durchlebte: Armee der Einheit, Truppenreduzierung und Umstrukturierung, erste „Blauhelmeinsätze“, schließlich Beteilung an IFOR/SFOR zur Durchsetzung des Friedensabkommens für Bosnien-Herzegowina.

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Collage: INTRANET aktuell und bwtv

Konkurrenz durch neue Medien

Wuchs durch die Auslandseinsätze der Stellenwert für die politische Bildung, veränderte sich zeitgleich das Informationsverhalten in der Gesellschaft. Auf die sich anbahnende Informationsrevolution durch das Internet reagierte 1999 eine Studie, die im Auftrag des Verteidigungsministeriums die Medien der Truppeninformation einer kritischen Prüfung unterzog.

Der IFDT, nach Einführung des neuen Bundeswehr-Logos seit 1996 in weißem Einband, bescheinigte die Studie immerhin, dass sie 44 Prozent aller Soldaten erreiche. Das Gesamturteil: „Eine fundierte, kritische Zeitschrift, die sich auf ansprechende Weise mit Themen rund um die Bundeswehr befasst. Aufgrund ihrer Autorenkompetenz bewegen sich die Artikel auf einem sehr hohen Niveau.“

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Cover der Prinkausgabe 1/2007

Erste Ausgabe der if – Zeitschrift für Innere Führung aus dem Jahr 2007 (Quelle: if Jan Krauß)Größere Abbildung anzeigen

Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Im Medienmix der „Truppeninformation 2000“ behauptete sich die IFDT als Quartalsschrift, in der Zielgruppe spezialisiert und in der Auflage reduziert. Offizieren, Offizieranwärtern und Trägern der politischen Bildung bot sie „Grundsatzbeiträge zur politischen und politisch-historischen Bildung“.

Das Redaktionsprogramm sah wissenschaftlich fundierte Analysen komplexer sicherheitspolitischer Zusammenhänge ebenso vor wie Darstellungen zum Politikwandel im Zeitalter der Globalisierung und zu neuen Formen des Konfliktaustrags. Diesem Programm sieht sich auch heute if – Zeitschrift für Innere Führung verpflichtet.

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Stand vom: 04.12.13


http://www.if-zeitschrift.de/portal/poc/ifz?uri=ci%3Abw.bwde_ifz.ueberuns.geschichte